Plastik oder Baumwolle?

Plastiksäcke sind praktisch, denn sie sind klein, gratis und relativ stabil. Das Ausmass für den achtlosen Gebrauch führt aber auch zu schwerwiegenden Umweltproblemen, dies ist uns spätestens nach der Einführung der Gebührenpflicht im Jahr 2016 mehr oder weniger bekannt. Weltweit wurden jährlich rund eine Trillion Plastiksäcke genutzt; sie brauchen bis zu 1000 Jahre, bis sie zersetzt sind. Das heisst, sie sind nicht biologisch abbaubar. Die Herstellung des Material Polyethylen benötigt 1.5 % des weltweiten Erdölverbrauchs und wir nutzen einen Plastiksack vielleicht 20 Minuten. 4,9 Milliarden Tonnen oder 60 Prozent des jemals produzierten Plastiks – landet irgendwo auf der Erde oder im Meer.

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Deshalb also die Gebühren auf die Plastiktüten und nun versuchen wir vorbildlich auf wiederverwendbare Taschen umzusteigen. Ich besitze drei Stofftaschen, welche ich unwissend, mit dem Gedanken umweltbewusst zu sein zum Einkaufen nutze. Bis mir erklärt wurde, dass die konventionellen Polyethylen Plastiksäcke mit Abstand weniger schädlich für die Umwelt sind als die Baumwolltragtaschen. Wie kann das sein? Bei der Produktion des Rohstoffs Baumwolle wird ein hoher Wasserverbrauch generiert. Ein Kilo Baumwolle benötigt bis zu 10 000 bis 17 000 Liter Wasser in sehr trockenen Gegenden sind es sogar bis zu 29 000 Liter Wasser.

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Auch der Einsatz der Pestizide ist sehr hoch. Beim Anbau biologischer Baumwolle werden keine Pestizide eingesetzt wie bei konventioneller Baumwolle, dass heisst aber auch, dass der Ertrag kleiner ausfällt was dann wiederum dazu führt das mehr Ressourcen und Land benötig wird. Die Emissionswerte sind sehr hoch. Während für die Herstellung von Plastiktüten 60 Gramm Kohlendioxid ausgestossen werden, sind es bei einer Baumwolltragtasche sogar 1700 Gramm CO2. Damit also eine Baumwolltragtasche umweltschonender als ein Plastiksack ist, muss es 7100 Mal wiederverwendet werden. Bei einem Bio-baumwollsack ist die Bilanz noch schlechter denn dieses müsste sogar 20 000 Mal genutzt werden um die gleiche Umweltperformance zu erreichen. Ich müsste also 55 Jahre lang, jeden Tag mit demselben Bio-Baumwollsack einkaufen gehen. Am Besten sollten die Plastiksäcke so lange wiederverwendet werden wie es das Material zulässt das gleiche gilt natürlich auch für die Baumwolltaschen. Was könnten den die alternativen sein? Einbisschen altmodisch jedoch sinnvoller sind Körbe. Diese sind langlebiger als Baumwolltaschen deshalb auch oft in Secondhand-Läden anzutreffen daraus ist auch zu schliessen, dass sie schon oft wiederverwendet wurden. Auch der Rucksack oder die Sporttasche sind gute alternativen denn sie müssen im Gegensatz zu den Plastiksäcken nicht extra für das Einkaufen hergestellt werden und werden auch sonst im Alltag genutzt.

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Quellen:

http://www.change-it.org/wissen/klamotten/baumwollanbau/

http://www.oeko-fair.de/index.php/cat/798/title/Wasserverbrauch

https://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur/So-viele-Plastiksaeckli-machen-eine-BioBaumwolltasche-wett/story/23970014

https://www.umweltnetz-schweiz.ch/themen/wirtschaft-politik/item/1651-plastiksäcke-bafu-will-kostenpflicht-für-mehrwegsäcke-und-verbot-von-einwegsäcken.htm

https://www.heartland.org/_template-assets/documents/publications/29559.pdf

https://utopia.de/ratgeber/umweltfreundliche-tragetaschen-die-besten-plastik-alternativen/

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