Überfischung der Weltmeere

Rund drei-Viertel der Erdoberfläche ist mit Wasser bedeckt. Die Weltmeere sind ein Zuhause für rund 30 000 Fischarten. Viele dieser Fischarten, nämlich die, die zum Konsum geeignet sind, werden vom Menschen gefährdet. Lauf WWF sind rund 58% der Fischbestände am Rand der Überfischung, da der Fischfang in den letzten 60 Jahren stark zugenommen hat. Beispielsweise sind 93% der Fischbestände im Mittelmeer überfischt. Schätzungen behaupten, dass bis 2048 die meisten Fischbestände verschwinden werden, falls nichts unternommen wird. Doch bevor man nach Lösungen sucht, muss man sich fragen, wie das Problem überhaupt entstanden ist.

Der naheliegendste Grund ist, dass der weltweite Konsum zugenommen hat. Im Jahr 2014 wurden laut dem FAO-Report mehr als 90 Millionen Tonen Fisch gefangen. Das sind etwa sieben Mal mehr als vor 60 Jahren. Die Bestände der Fische verkleinerten sich auch mehrfach. Der Anteil an bereits überfischten Beständen ist um 20% gestiegen und der Anteil an gemässigt genutzten Beständen ist und 30% gesunken.

Die Gründe

Wenn ein Gut knapper wird, so steigt sein Preis auf dem Markt. Jedoch wurde der Fischpreis nicht all zu stark noch oben gesetzt. Die Fischprodukte sind im Jahr 2015 nur um rund 3.5 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Ein Grund für diese geringe Erhöhung ist, dass etwa die Hälfte der konsumierten Fische gezüchtet werden, was deren Preise reduziert.

Ein anderer wichtiger Grund für die Überfischung ist der illegale Fischfang. Darunter versteht man nicht nur übermässiges und unerlaubtes Fischen, sondern auch der Fischfang, der nicht deklariert wird. Laut dem International Union for Conservation of Nature ist jeder fünfte gefangene Fisch aus illegaler Fischerei. Das sind rund 23.5 Millionen Tonnen jährlich. Die von den Nationen eingeführten Regulierungen und Quoten verstärken den illegalen Fang und Handel nach Fisch und Fischprodukten zusätzlich.

Um den weltweiten Fischbedarf zu decken, reicht der gefangene Wildfisch nicht. Deshalb wird vieles davon gezüchtet. Rund 74 Millionen Tonnen Fisch wurden im Jahr 2014 gezüchtet. Durch die heutige Technologie und Globalisierung ist die Fischzucht gestiegen, reicht jedoch nur etwa zu 40% aus, um alle Bedürfnisse nach Fisch zu befriedigen. Laut dem WWF sind es sogar mehr als 50%, die gezüchtet sind.

Die Verschmutzung der Weltmeere ist auch für die Fischmengen entscheidend. Dazu kommt noch der Temperaturanstieg des Meerwassers ins Spiel. Diese Aspekte sind nicht zu verachten. Auch wenn es heute nicht sehr wichtig zu scheinen mag, kann es in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

Die Folgen

Durch die Überfischung der Weltmeere kann das ganze Ökosystem zum Schwanken kommen. Viele Raubfische haben es immer schwieriger sich zu ernähren. Der Hammerhai beispielsweise ist bereits als stark gefährdet eingestuft worden. Dazu kommt der Fakt, dass viele Tiere in den Fischnetzen gefangen bleiben und sterben. Das sind beispielsweise, Haie, Delfine, Schildkröten und sogar Vögel. Die Menge an mitgefangenen Tieren ist ganze 27 Millionen Tonnen. Das ist etwa 35% vom weltweiten Fischfang. Der Meeresboden und die Riffe werden von den Fischern verwendeten Grundschleppnetzen zerstört und können sich jahrelang nicht erholen. Etwa 40 Tonen Korallen werden jährlich mitgerissen. Durch verbesserte Netze versucht man diesen Zusatzfang zu reduzieren, jedoch bleibt das Problem weiterhin bestehen.

Die zweite sehr wichtige Folge der Überfischung sind die 2.6 Milliarden Menschen, die sich vom Fisch ernähren und für die das Fischen ein Lebensunterhalt repräsentiert. Wenn die Fischbestände zu weit zurückgehen, werden diese Menschen ohne Arbeits- und Nahrungsquelle bleiben. Dies wird sich massiv auf die soziale und wirtschaftliche Sphäre auswirken. Davon wären vor allem Schwellen- und Drittweltländer wie Ghana, Gambia und Indonesien stark betroffen.

 

 

Quellen:

https://www.wwf.ch/de/unsere-ziele/ueberfischung. (Zugriff am 05. 05. 2018)

http://www.tier-arten.de/Fischarten.php. (Zugriff am 05. 05. 2018)

https://reset.org/knowledge/ueberfischung-der-meere. (Zugriff am 05. 05. 2018)

http://www.fao.org/3/a-i5555e.pdf. (Zugriff am 05. 05. 2018)

http://fischinfo.de/images/broschueren/pdf/FIZ_DF_2016.pdf. (Zugriff am 05. 05. 2018)

https://worldoceanreview.com/wor-2/fischerei/stand-der-weltfischerei/. (Zugriff am 05. 05. 2018)

Bilder:

https://reset.org/knowledge/ueberfischung-der-meere . (Zugriff am 05. 05. 2018)

https://www.google.ch/search?biw=1920&bih=925&tbs=isz%3Al&tbm=isch&sa=1&ei=acYFW9TzJYSzsAfwmZbYAw&q=fischerboot&oq=fischerboot&gs_l=img.3..0l10.29430.30727.0.30958.11.9.0.2.2.0.144.918.4j5.9.0….0…1c.1.64.img..0.11.924…0i67k1.0.UwlKZUy2mEM#imgrc=XWQUzowNLerpTM: . (Zugriff am 05. 05. 2018)

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