Blended-Learning goes mobile: Smartphones und Tablets in der Lehre

Using social media on a mobile ©Sebastiaan ter Burg via Flickr CCBY

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Rückblick auf den Didaktik-Talk mit Prof. Dr. Christian Glahn (HTW Chur), am 13. Oktober 2016 an der BFH

Vor fünf Jahren hatte jede/r zweite Studierende ein mobiles Endgerät dabei, heutzutage jede/r mindestens zwei.

Mobile Technologien sind heute omnipräsent. Ihr Potenzial für Lehre und für forschendes Lernen ist hingegen noch weitgehend ungenutzt. Wie mobile Geräte mit Apps Blended-Learning-Szenarien sinnvoll bereichern können, zeigte Christian Glahn in seinem Vortrag auf.

Mit SpeakUp Studierende in Vorlesungen einbeziehen und aktivieren

Als Erstes wurde die App SpeakUp (eine Entwicklung der EPFL) vorgestellt und auch gleich live ausprobiert. Mit dieser App können Studierenden sowohl Fragen stellen (Backchannel) als auch Klickerfragen von Dozierenden beantworten. Dank eines Ortungssystems finden die Studierenden sofort die Veranstaltung, in der SpeakUp benutzt wird, einfacher geht es nicht. Fragen, die von Studierenden im Backchannel gestellt werden, können von anderen Studierenden gewichtet (gerated) werden, so dass Dozierende schnell einen Überblick über die wirklich relevanten Fragen haben. Und bei den Klickerfragen stellt SpeakUp eine breite Auswahl an Fragetypen zur Verfügung. Zu Beginn eingeführt, steht Dozierenden während des ganzen Semesters ein wirkungsvolles Instrument zur Verfügung, um Studierende auch während Vorlesungen gezielt zu aktivieren und einen guten Überblick darüber zu haben, was verstanden wurde. (http://speakup.info/)

Mobler – Moodle-Testfragen unterwegs üben

Viele Moodlekurse verfügen über formative Tests, mit denen Studierenden die neuen Lerninhalte üben können. Noch intensiver genutzt werden diese Tests sicherlich mit der Mobler App (entwickelt von Christan Glahn in seiner Zeit an der ETH Zürich). In dieser App werden automatisch die Testfragen aller Moodlekurse angezeigt, in denen Studierende eingeschrieben sind. Ob der Bus in 5 Sekunden oder in 5 Minuten kommt, Lernen mit der Mobler App lohnt sich immer: Da man sich mit der App kein erneutes Login notwendig ist, kann es sofort los- und auch nach Unterbrechungen problemlos weitergehen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass ab Sommer 2017 auch an der BFH das Üben mit der Mobler App möglich ist.

Sigil – E-Books für unterwegs publizieren

Ein zum E-Book konvertiertes Script kann unterwegs auf allen mobilen Geräten gelesen werden, das Layout passt sich der jeweiligen Bildschirmgrösse an. Im hart umkämpften Markt für kommerzielle E-Books gibt es ein offenes Format: EPUB, das mit allen E-Book-Readern bzw. Apps gelesen werden.kann. Das Format erlaubt Bilder, Metadaten und auch Videos. Es lassen sich unterwegs Buchzeichen setzen, Absätze markieren und Notizen hinufügen.

Zum Konvertieren und Bearbeiten der EPUB-formatierten Bücher gibt es den Open-Source-Editor Sigil. Damit lassen sich die genannten Funktionen gestalten, einfügen und publizieren. Das eigene Script kann damit zum E-Book gemacht werden und mit dem Digital Right Management können ganze Studiengänge mobil-freundliche Lernbibliotheken aufbauen. (https://sigil-ebook.com/)

Das Fazit dieses Didaktik-Talks: Mobile Technologien sind überall, man muss sie nur nutzen – ob im Unterricht selbst – wie SpeakUp, ob für das Selbststudium – wie Mobler und E-Books. In Kombination mit Moodle können sie Blended-Learning für Studierende einfacher nutzbar machen, sie eröffnen neue Lerngelegenheiten, neue Lernkontexte und Perspektiven.

 Zur Präsentation von Christian Glahn: Mobile Blended Learning

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