Mooc zum Thema E-Learning

Was sind Moocs?

Revolution der Hochschulbildung oder Bedrohung – seit einiger Zeit werden Moocs (Massive Open Online Courses) auch in der Schweiz kontrovers diskutiert.

Moocs sind Onlinekurse, sie werden kostenlos für Teilnehmende aus der ganzen Welt angeboten. Dabei stehen mit kurzen Videoclips und Multiple-Choice-Fragen meist traditionelle Formen der Wissenvermittlung im Zentrum. Von sich reden machen Moocs vor allem durch die enorm hohen Teilnehmendenzahlen – oft mehrere Tausende.

Mehr zum Kursformat Moocs im Video-Interview mit Moocs-Spezialistin Monika E. König 

Lernen im Netz – vom Möglichen und Machbaren des Online-Lernens

Abseits der grossen Plattformen coursera, udacitiy, edX oder iversity gibt es neuerdings auch selbständige Moocs-Initiativen deutschsprachiger Hochschulen.

Zum Beispiel auf imoox – einer Plattform der Universität und Fachhochschule Graz, die vor Kurzem mit ihren drei ersten Moocs gestartet ist – darunter „Lernen im Netz – vom Möglichen und Machbaren des Online-Lernens„.

Dieser Mooc richtet sich an Teilnehmende mit „Grundkenntnissen in Neuen Medien“ und bietet nach einer Einführung in Lerntheorien, Lernmedien und Urheberrecht einen Überblick über Trends im E-Learning: Von Open Educational Ressources (OER), Mobile Learning über Social Media, Lernplattformen und Personal Learning Environments bis zu Moocs.

Jeder Themenblock dauert eine Woche und beginnt mit einer vertonten prezi-Präsentation (bislang zwischen 8 und 17 Minuten), in der die wichtigsten Eckpunkte des jeweiligen Themas vorgestellt werden. Dazu gibt es jede Menge Links zu weiteren Ressourcen, Impulsfragen für die Forumsdiskussion (die allerdings noch nicht wirklich in Gang gekommen ist) und ein Quiz. Wer 75% der Quizfragen richtig beantwortet hat, erhält nach Abschluss des Moocs eine Teilnahmebestätigung.

Aktuell befindet sich dieser E-Learning-Mooc in der sechsten Woche – Einstieg ist jederzeit möglich. Nächste Woche geht es mit dem Trend-Thema Social Media weiter. Ob in der Minimalvariante (prezi und Quiz) oder mit dem vollen Programm (Ressourcen, Forumsdiskussion) – auf jeden Fall interessant!

 

 

Didaktik-Talk: Das Selbststudium begleiten

Das Selbststudium zielführend zu begleiten, erfordert von Hochschuldozierenden ein vielfältiges didaktisches und methodisches Repertoire. Am 26. Mai, 17.30 – 19.30 Uhr, führt die Fachstelle Hochschuldidaktik und E-Learning zu diesem Thema den vierten Didaktik-Talk durch. 

Unter gleichnamigem Titel erscheinen am 15. Mai im hep-Verlag ein Leitfaden und eine Arbeitshilfe für Hochschuldozierende[1].

Buchtitel Das Selbststudium begleiten

Herren, Dominique (2014): Das Selbststudium begleiten. Ein Leitfaden für Hochschuldozierende. Praxisbeispiele – Problemstellungen – Lösungshinweise. Bern: hep.

Im ersten Teil des Leitfadens sind in elf an der Praxis orientierten Kapiteln neben Begriffsdefinitionen und didaktischen Überlegungen wesentliche Handlungskompetenzen dargestellt, welche für die Umsetzung des begleiteten Selbststudiums relevant sind.

Im zweiten Teil des Leitfadens werden sieben praxiserprobte Methoden aus der Hochschule zum begleiteten Selbststudium vorgestellt.  Die Beispiele geben den Hochschuldozierenden Anregungen, ihren Lehralltag im klugen Zusammenspiel zwischen Kontakt- und Selbststudium zielbezogen und variantenreich auszugestalten.

Schließlich unterstützt die Arbeitshilfe den persönlichen Lernprozess der Dozierenden bei der Aneignung eigener Handlungskompetenzen. Sie dient der Archivierung von Gedanken, Ideen und Visionen rund um das Selbststudium. Die Arbeitshilfe kann als wertvolles Arbeitsinstrument für die konkrete Planung und Realisierung des begleiteten Selbststudiums eingesetzt werden.

 

Inhalte des Talks

Nach einer didaktischen Einführung durch den Autoren stellen fünf Kolleginnen und Kollegen ihre im zweiten Teil des Leitfadens dargestellten Praxisbeispiele zur Diskussion.  

 

Moderation und Einführung

Dominique Herren, Leiter Fachstelle Hochschuldidaktik & E-Learning

 

Einblicke in fünf Praxisbeispiele:

–      Christoph Stricker, WGS, Dozent im Studiengang Physiotherapie

Problemorientiertes Lernen
Er beschreibt auf der Grundlage eines Problem-based-Learning-(PBL-)Settings im Studiengang Physiotherapie die Arbeitsweise mit Physiotherapiestudierenden. Im Zentrum der Methode stehen neben der Fallbearbeitung die Betreuung und Begleitung der Studierenden – die Tutoriate.

–      Thomas Gurtner, AHB, Stv. Abt.-leiter der HF Holz Biel und Bereichsleiter Holzbau

Lernteamcoaching
Er schildert die Herausforderung und den konkreten Ablauf, die sich ihm aufgrund der großen Anzahl Studierenden stellt, mit der Methode des Lernteamcoachings trotz der bescheidenen personellen Ressourcen einen optimalen Output zu erzielen.

–      Dr. med. André Lauber, Dozent am medi

Werkstatt oder Postenarbeit

Er gibt einen Einblick in die Planung und Umsetzung der für das begleitete Selbststudium geeigneten Methode Werkstattarbeit, in der die praktische Arbeit mit der erarbeiteten Theorie ideal verknüpft werden kann.

–      Daniel Käsermann, EHSM Magglingen, Leiter der Fachstelle Mediathek + Lernmedien

Gruppenpuzzle
In seinem Beispiel wird einerseits die Integration des Gruppenpuzzles in den Gesamtkontext eines Seminars skizziert und andererseits die konkrete Umsetzung mit dieser Methode mit je einem flankierenden freien Selbststudium, unterstützt von online-Lernmodulen, aufgezeigt.

–      Silvia Zingg, HAFL, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachgruppe Biologie

Skriptbasiertes Selbststudium
Sie beschreibt, wie die Studierenden, flankierend zum Kontaktstudium, die Lücken in ihrem Vorwissen selbstgesteuert über ein fachlich fundiertes Skript aktiv schließen.

 

Es besteht die Möglichkeit, vor oder nach dem Talk das Buch zu kaufen. 

 

Termin

Montag, 26. Mai 2014, 17.30 – 19.30 Uhr

 

Ort

Bern, Wankdorffeldstrasse 102, Managementzentrum

 

Kosten

Für Mitglieder der BFH kostenlos.

Anmeldung unter:

http://www.bfh.ch/de/service/hochschuldidaktik_e_learning/kurse_anlaesse/didaktik_talk.html


[1] Herren, Dominique (2014): Das Selbststudium begleiten. Ein Leitfaden für Hochschuldozierende. Praxisbeispiele – Problemstellungen – Lösungshinweise. Bern: hep.